Über das Projekt
Städte verändern sich und mit dem Klimawandel werden auch die Herausforderungen im Alltag spürbarer. Besonders im Sommer merken viele Menschen, dass sich bestimmte Orte in der Stadt stark aufheizen und Aufenthalte dort unangenehm werden können.
Genau hier setzt unser Projekt an. Gemeinsam mit der Stadt Köln entwickeln wir derzeit eine öffentlich zugängliche Web-Anwendung, mit der sichtbar wird, wie Hitze im Stadtraum tatsächlich wahrgenommen wird. Ziel ist es, Erfahrungen aus dem Alltag der Menschen mit digitalen Karten und Daten zu verbinden und daraus neue Erkenntnisse für eine lebenswertere Stadt zu gewinnen.
Wie funktioniert das?
Über einen digitalen Fragebogen können Bürgerinnen und Bürger direkt Rückmeldung geben, wie sie bestimmte Orte erleben. Wo fühlt es sich im Sommer besonders heiß an? Wo fehlt Schatten oder Abkühlung?
Aus diesen Rückmeldungen entsteht eine wahrnehmungsbasierte Hitzekarte, die zeigt, wie Hitze im Stadtgebiet tatsächlich erlebt wird. Diese Perspektive ergänzt klassische Messungen und kann dabei helfen, Herausforderungen im Stadtraum besser zu verstehen und zukünftige Maßnahmen gezielter zu planen.
Warum ist das wichtig?
Die Erfahrungen der Menschen vor Ort sind eine wertvolle Informationsquelle. Sie zeigen oft frühzeitig, wo es Verbesserungsbedarf gibt und welche Orte besonders belastet sind. Die Anwendung macht diese Eindrücke sichtbar und schafft damit eine neue Grundlage für:
- mehr Transparenz über Hitze im Stadtraum
- eine bessere Orientierung für Bürgerinnen und Bürger
- neue Ideen für klimafreundliche und lebenswerte Städte
Von der Herausforderung zur Lösung
Neben der Darstellung von Herausforderungen zeigt die Anwendung auch mögliche Lösungsansätze. Dafür werden passende Projekte, Technologien oder Dienstleistungen von Unternehmen und Initiativen sichtbar gemacht, die helfen können, Städte klimaresilienter zu gestalten.
Blick in die Zukunft
Langfristig soll die Anwendung weiterentwickelt werden und auch weitere klimabedingte Herausforderungen im Stadtraum sichtbar machen, etwa Starkregen oder Hochwasserereignisse. So kann Schritt für Schritt ein umfassenderes Bild entstehen, das Städten und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern hilft, besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein.
Über uns
Wir sind drei Jungunternehmer, die sich schon seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Klimawandelanpassung beschäftigen.
Begonnen hat das lange bevor wir unseren ersten Schulabschluss
in der Tasche hatten.
Alles begann während unserer Schulzeit. Freiwillig meldeten wir
uns für eine Research-Arbeit in der Wirtschafts-AG. Dort hatten wir
unseren ersten Berührungspunkt mit dem Thema
Klimawandelanpassung. Unsere Aufgabe war es, uns mit der Startup-Szene auseinanderzusetzen und Lösungen für bestimmte
Klimarisiken zu recherchieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir
jedoch kaum eine Vorstellung davon, welche konkreten Risiken
existieren oder wie Anpassungsmaßnahmen eigentlich aussehen
können.
Durch das Lesen zahlreicher Berichte und Fachveröffentlichungen
wuchs nicht nur unser Wissen, sondern auch unsere Begeisterung
für das Thema. Uns wurde schnell klar, dass Klimaanpassung ein
zentrales Zukunftsthema ist – und dass wir diese Zukunft aktiv
mitgestalten wollen.
Deshalb beschlossen wir, gemeinsam eine GbR zu gründen. Da wir
zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig waren, bedeutete das unter
deutschem Recht einen erheblichen bürokratischen Aufwand, der
sich über rund anderthalb Jahre erstreckte. Dennoch hielten wir an
unserem Vorhaben fest.
Während dieser Zeit wurden wir auf das Förderprogramm „Unbox
Cologne“ der Stadt Köln aufmerksam. Bei näherer Betrachtung
stellten wir fest, dass die Themenschwerpunkte der Auswahlrunde
2025/26 „Nachhaltigkeit und Klimawandelanpassung”, perfekt zu
unseren Interessen und Ideen passten. Für uns war schnell klar:
Das ist die Chance, etwas Eigenes auf den Weg zu bringen.
Wir kombinierten unsere Kernthemen mit Bürgerbeteiligung,
Bürgeraufklärung und Datenerhebung und entwickelten daraus das
Konzept von Adaptmap. Nach mehreren Pitch-Runden und
intensiver Ausarbeitung unseres Projekts wurden wir zur Förderung
zugelassen.
Heute wird unser Projekt also von der Stadt Köln im Rahmen des
Förderprogramms Unbox Cologne unterstützt, das von der KfW
und dem Bund gefördert wird. Dadurch konnten wir unsere Idee
erstmals in die Praxis bringen und gemeinsam mit der Stadt Köln
einen Prototyp entwickeln.